Mit der aktuellen Planauflage zur Fahrleitungsverlängerung der Linie 1 ins Rontal hat sich die politische Diskussion zu verschiedenen Fragen rund um diese Verlängerung vertieft. Um die korrekten und aktuellen Fakten in der Gemeinde diskutieren zu können, habe ich in Absprache mit dem Gemeinderat folgende dringliche Anfrage im Kantonsrat eingereicht. Leider wurde der Dringlichkeit heute morgen nicht stattgegeben (57:57, nötig wäre eine Zweidrittelmehrheit). Gespannt müssen wir nun halt auf die Anworten an voraussichtlich der nächsten Session anfangs November warten.

 

Dringliche Anfrage zur Verlängerung der Trolleybuslinie 1 ins Rontal.

Der Kanton, die Gemeinde Ebikon, der Verkehrsverbund Luzern, die vbl und der Gemeindeverband LuzernPlus planen die Linie 1 bis zum Jahr 2019 von Kriens Obernau bis zur Mall of Switzerland zu verlängern. Damit soll den Herausforderungen der Zukunft, insbesondere dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen durch zahlreiche Bauprojekte im Rontal entgegengetreten werden.

Vorgesehen durch die Bauherrschaft ist die Elektrifizierung mittels Traktion über Fahrleitungen (Trolleysystem). Gegenwärtig sind die nötigen Kandelaber entlang der K17 ausgesteckt. Die Planauflage mit möglichen Enteignungen läuft bis zum 20. September.

Nun wurden in letzter Zeit verschiedene neue, alternative Antriebssysteme in den Medien vorgestellt, wie aktuell das System TOSA in Genf, was in der betroffenen Bevölkerung viele Fragen aufwirft:

  1. Ist die Verlängerung der Linie 1 behördenverbindlich verankert?
  2. Warum muss die Trolleylinie 1 verlängert werden, um die wachsende Agglomeration Luzern optimal zu erschliessen?
  3. Wurden auch alternative öV-Angebotskonzepte mit Diesel- oder Hybridbussen geprüft?
  4. Welche alternativen Traktionssysteme wurden für die Verlängerung Linie 1 geprüft, was kosten diese und in welchem Zeitraum könnten sie umgesetzt werden?
  5. Ist es möglich eine Pilotlinie mit einem anderen elektrischen Antriebssystem ins Netz zu integrieren und eignet sich dafür die Verbindung zwischen Luzern und dem Rontal?
  6. Kann die S-Bahn das Rontal kurz- bis mittelfristig optimal erschliessen und die erwartete Mehrmobilität aus dem Siedlungswachstum übernehmen?
  7. Macht ein Bushub Ebikon ohne die Verlängerung der Linie 1 fachlich Sinn?
  8. Ist der Bushub Ebikon auf die Traktion durch Fahrleitungen angewiesen?
  9. Die Linie 111 aus Inwil wird voraussichtlich im 2017 nach Ebikon geführt, wobei die Fertigstellung des Hub’s erst später erfolgen wird. Wie wird die Attraktivität der Umsteigeverbindung in der Zwischenzeit sichergestellt und hat die Wahl des Antriebssystems einen Einfluss auf diese Planung?
  10. Welche Erfahrungen gibt es in der Agglomeration Luzern mit Fahrleitungsanlagen und was machen andere Städte kurzfristig?
  11. Wie lange gilt die vertraglich fixierte Kostenbeteiligung der Mall of Switzerland ans Infrastrukturprojekt Verlängerung Linie 1?

Daniel Gasser

 

Liebe Äbikerinnen und Äbiker

Einmal mehr haben Sie mir mit Ihrer Stimme das Vertrauen ausgesprochen. Das Glanzresultat hat mich sehr erfreut und spornt umso mehr an, mich auch in den nächsten vier Jahren mit aller Kraft als Präsident zum Wohle der Gemeinde einzusetzen.

Besonders hat mich natürlich gefreut, dass auch Susanne Troesch-Portmann und weitere 12 Kandidatinnen und Kandidaten der CVP den Sprung in den Gemeinderat und in die Kommissionen im ersten Wahlgang geschafft haben. Von 18 gewählten Personen im ersten Wahlgang sind 14 aus unserer Partei.
Das hervorragende Abschneiden der Partei zeigt, dass wir es geschafft haben, mit unseren in der Gemeinde bestens vernetzten Kandidaten das Vertrauen der Bevölkerung abzuholen. Aber kein Wunder, schliesslich stellen unsere Kandidatinnen und Kandidaten ihr Engagement seit Jahren oder Jahrzehnten in verschiedensten Vereinen und Gruppierungen unter Beweis.

Die detaillierten Resultate finden Sie hier

Gespannt schauen wir nun auf den zweiten Wahlgang am 5. Juni und hoffen natürlich, dass auch unsere verbleibenden Kandidaten den Sprung noch schaffen.

Gewählt sind Ruedi Kaufmann (FDP), Susanne Troesch-Portmann (CVP) und Daniel Gasser (CVP)

Die drei bis jetzt bestätigten Gemeinderäte: Ruedi Kaufmann (FDP), Susanne Troesch-Portmann (CVP) und Daniel Gasser (CVP)

Steuererhöhungen vors Volk? Deutschkurse im Vorschulalter? Arbeiten bis zum siebzigsten Altersjahr? Neben drei Botschaften wurde an dieser Session auch der Planungsbericht Gesundheitsversorgung verabschiedet. Zudem fanden Ersatzwahlen für Richter und Staatsanwälte statt und es wurden  zwanzig Vorstösse behandelt.

Die diversen Änderungen im Gesetz über die Volksschulbildung beschäftigten uns bereits in zweiter Beratung. Nachdem in der Januarsession heftig über die küftige Rolle der Bildungskommission diskutiert wurde, ging es in der zweiten Beratung vor allem noch um redaktionelle Änderungen. Ein Vorstoss der FDP eröffnete dann doch noch einen Disput wie vorschulische Deutschkurse angesiedelt werden sollen und was genau eigentlich zur obligatorischen Schulzeit gehört. Die Mehrheit des Rates folgte in der Abstimmung aber der Kommissionsversion.

In der Botschaft B22 schlägt der Regierungsrat vor, dass bei Angestellten das Dienstalter auf Verordnungsstufe von 68 auf 70 Jahre angehoben werden kann. Die Flexibilisierung des Rentenalters wurde weitgehend begrüsst. Dem Grundsatz wonach Angestellte nur bei persönlichem Einverständnis weiter beschäftigt werden können, wurde ebenfalls Rechnung getragen. Einzelne kritische Voten betrafen den Umstand, dass die Regelung ein Schritt in Richtung Erhöhung des Rentenalters sein kann oder die Regelung auf Verordnungsstufe, welche es dem Regierungsrat ermöglicht ohne Einfluss des Parlamentes die Flexibilisierung zu erweitern. In der Schlussabstimmung wurde der Botschaft mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Ein Initiativkomitee aus dem Kreis der SVP reichte am 17. April 2015 die Volksinitiative „ Steuererhöhung vors Volk“ ein. Die Initiative verlangt, dass eine Festsetzung des Steuerfusses für die Staatssteuern durch den Kantonsrat immer dann dem obligatorischen Referendum  zu unterstellen ist, wenn eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Steuereinheit bestimmt wird. In der nun vorliegenden Botschaft B26 legt der Regierungsrat dem Kantonsrat nahe die Initiative als gültig zu erklären jedoch abzulehnen. Mit Ausnahme der SVP waren sich die Parteien einig, dass die Festlegung des Steuerfusses in die Legislative gehört, da der Kantonsrat die Verantwortung für Budget und Rechnung tragen muss. Damit wird die Initiative im Verlauf der nächsten Monate vor das Volk kommen.

Der Regierungsrat hat uns einen sehr detaillierten und ausführlichen Planungsbericht über die Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern vorgelegt. In einer umfassenden Auslegeordnung wurden die verschiedenen Themenfelder und die grossen Herausforderungen für das Luzerner Gesundheitswesen in den nächsten Jahren aufgezeigt.
Dass nicht alle mit dem Bericht gleich zufrieden waren zeigten die 22 Änderungsanträge. Davon wurden aber lediglich 6 gutgeheissen. Zu diskutieren gab insbesondere die Kommunikation über die Spitalplanung oder das mehr als zwanzigjährige Psychiatrieleitbild. In der Schlussabstimmung wurde aber auch dieser Bericht zustimmend zur Kenntnis genommen.

Persönliche Meinung

Im Bereich der parlamentarischen Vorstösse hat mich vor allem die Motion 361, über die Harmonisierung beim Erlass von Verkehrsanordnungen beschäftigt.

Aktuell haben im Kanton acht Gemeinden die Signalisationshoheit auf Gemeindestrassen. Bei allen anderen Gemeinden entscheidet der Kanton. Der rechte Vorstoss wollte nun, dass der Kanton alleiniger Entscheidungsträger auf allen Strassen wird. Dieser zentralistische Ansatz hat mich doch sehr erstaunt.

Die Gemeinde Ebikon hat sich im letzten Herbst um diese Signalisationshoheit ebenfalls beworben, da wir in den vergangenen Jahren immer Unstimmigkeiten mit kantonale Strassenentscheide hatten (Rischstrasse, Schlösslistrasse, Kantonsstrasse). Ich habe mich deshalb dafür eingesetzt, dass die Entscheidungskompetenz nach Möglichkeit bei den Personen vor Ort liegt, welche wissen was zweckmässig und sinnvoll ist und nicht stur nach überreglementierten Ideen handeln.

Ich habe mich sehr gefreut, dass sowohl Motion wie auch Postulat abgelehnt wurden und bin nun sehr zuversichtlich, dass unser Gesuch bald behandelt wird.

Rigianzeiger vom 27.11.2015

Ebikon_Herbst_2013_0011klMitten in Ebikon auf dem Ende des Molassehügels tront die katholische  Pfarrkirche St. Maria. Vom fünfunddreissig Meter hohen Glockenturm schallen die fünf Glocken jeden Tag weit über das Rontal und verkünden neben Uhrzeit auch heute noch Freud und Leid.

Mein Vater war während siebzehn Jahren Sakristan in dieser Kirche. Dies hat unser Familienleben mitgeprägt. Zu dieser Zeit gehörten nebst den Aufgaben in der Pfarrkirche auch das Höflizentrum und der Wald der Kirchgemeinde in das Pflichtenheft des Sakristans. Dies führte dazu, dass wir vier Söhne rege in den Betrieb eingebunden waren, zum Beispiel beim Schneeräumen, Rasenmähen, im Wald oder bei weiteren Arbeiten. Selbstverständlich war dies auch die Chance unser Sackgeld aufzubessern.

Eine meiner schönsten Erinnerungen war jeweils die Aufgabe an Silvester das alte Jahr aus- und das neue Jahr einzuläuten. Da unsere Eltern sich traditionell an diesem Abend mit zwei weiteren Familien zum Jassen trafen, durften wir Söhne ab einem gewissen Alter die Glocken selbständig bedienen. Dabei galt es genaue Regeln einzuhalten. Zuerst wurde eine Viertelstunde vor Mitternacht während zehn Minuten mit der grössten Glocke das alte Jahr ausgeläutet, mit dem zwölften Stundenschlag dann zuerst die kleinste Glocke gestartet und sobald sie ertönte die nächste zugeschaltet, bis alle fünf Glocken im Einklang während wieder zehn Minuten das neue Jahr verkündeten. Anschliessend wurden alle Glocken in selber Reihenfolge wieder ausgeschaltet, bis nur noch die grosse Glocke einsam ausschwang. Unser Vater stand jeweils bei offenem Fenster zu Hause und hörte genau hin, ob alles auch richtig vonstatten ging.

Wir empfanden dies immer als sehr ehrenvolle Aufgabe, da sich die Silvesterfeiern zu dieser Zeit noch viel mehr am Kirchturm als an Digitaluhren oder am Radio orientierten.

Kirchenglocken der Pfarrkirche Santa Maria

Die älteste Glocke, die Es­Glocke, ist 1400 kg schwer und wurde 1903 bei Rüetschi in Aarau gegossen. Im Jahre 1955 wurden vier neue Glocken im Gesamtgewicht von 6750 kg erworben:

– die Dreifaltigkeitsglocke, Ton „B“, Gewicht 3350 kg

– die Bet-Glocke, Ton „Des“, Gewicht 2100 kg

– die Sebastiansglocke, Ton „Ges“, Gewicht 900 kg

– die Schutzengel-Glocke, Ton „B“, 400 kg.

Das neue Geläute verdankt sein Entstehen der Initiative von Theo Portmann und den Spenden vieler Gönner. Die Weihe der Glocken fand Sonntag, den 15. Mai 1955 statt.

(Quelle: Ortsbuch Ebikon 1984)

Das Gesamtverkehrskonzept Agglomerationszentrum Luzern war in den vergangenen Wochen ein grosses Thema. Der nachfolgende Film zeigt auf, wie die Verkehrsprobleme der Stadt Luzern für die nächsten Jahre angegangen werden.

Für mich immer wieder die interessante Erkenntnis, dass Mobilität in erster Linie mit Physik zu tun hat und nicht mit rechter oder linker Politik.

Am letzten Freitag durften die Gebietsmanagerin von Luzern Plus, Nathalie Mil, und ich beim Regionaljournal Innerschweiz anlässlich der Gemeindehausplatzeröffnung ein Interview zur Entwicklung von Ebikon und des Rontals geben. Im Zentrum standen vor allem der Strassenraum, der Gemeindehausplatz und die Identität.

ebikon_sommer_2013_0236 KLEIN          ebikon_sommer_2013_0237 KLEIN

Die Bevölkerungsbefragung im Jahr 2013 hat als grösste Probleme für die Gemeinde im Siedlungsbereich folgende drei Themen ergeben:

  1. Die Verkehrssituation allgemein
  2. Die Kantonsstrasse
  3. Ein fehlender Dorfkern zur Identitätsbildung

Mit dem Aufhänger der Gemeindehausplatzeröffnung wurden wir von der Regionalredaktion Zentralschweiz eingeladen zu diesen Themen Stellung zu nehmen.

Im Vorfeld wurden einige Bewohnerinnen und Bewohner Ebikons bereits vom Radio SRF interviewt. Die Aussagen sind spannend und aufschlussreich.

Das ganze Radio-Interview mit Begleittext findet man hier.

Mit dem Masterplan hat der Gemeinderat Ebikon ein Papier geschaffen, welches die langfristige und qualitative Entwicklung der Gemeinde aufzeigt.

Die offizielle Version des Masterplans ist noch in redaktioneller Überarbeitung. Einen ersten Einblick gibt es aber trotzdem bereits hier: Masterplan Ebikon

Die Eröffnung des Gemeindehausplatzes letzten Freitag war trotz des misslichen Wetters gut besucht. Einmal mehr zeigt es sich, dass die Äbikerinnen und Äbiker gerne gemeinsame Feste feiern. In diesem Sinne hat der Abend natürlich auch zur Identität beigetragen.

Hier noch eine kurze Impression unserer gemeindehauseigenen Band:

 

„Glücklich und zufrieden“, habe ich gestern mehrmals sagen dürfen und genau so ist es auch. Mit 6’274 Stimmen darf ich ein Topresultat verzeichnen, welches mich extrem freut. Ich danke allen Personen, die mich in den letzten Wochen so tatkräftig unterstützt haben, aber natürlich auch allen, welche mir mit dem Wahlzettel ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Ich verspreche mich nach bestem Wissen und Gewissen auch in der nächsten Legislatur diesem Vertrauen würdig zu weisen.

 

Nicht für alle war der Sonntag jedoch ein Grund zur Freude. Der gestrige Tag hat einmal mehr gezeigt, dass eine Wiederwahl nicht selbstverständlich ist. So werden einige der Bisherigen im Juni nicht mehr dabei sein. Ich bedaure dies sehr, gibt es doch sehr engagierte und verdiente Politikerinnen und Politiker darunter.

Vor allem nachdenklich stimmt aber die Wahlbeteiligung von 38,7% (Rontal unter 30%). Anscheinend ist es drei von fünf Personen egal, wer im Kanton Luzern die Gesetze aufgleist oder ganz allgemein das Wohl der Bevölkerung steuert.

Schade.

Persönlich ärgert mich im Nachgang zu diesen Wahlen natürlich auch der eine Sitzverlust unserer Partei. Nach wie vor ist es schwierig unserer Bevölkerung aufzuzeigen, wer die Lösungen erarbeitet und nicht nur plakativ schiesst. Der Fokus vieler Wählerinnen und Wähler richtet sich nach dem Geschehen auf nationaler Ebene in Bern. Dabei übersieht man, dass der Kantonsrat das Geschick des Kantons steuert.

Diese drei kritischen Gedanken aber nur am Rande, grundsätzlich bin ich wie gesagt „glücklich und zufrieden“ und freue mich auf die neue Legislatur.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Die gesamten Wahlresultate finden Sie hier: www.wahlen.lu.ch

Anscheinend trauen sich viele Personen nicht zu, das Wahlcouvert richtig auszufüllen.

Dieses Video zeigt in einfachen Schritten wie vorzugehen ist. Im Wahlkreis Luzern Land ist es ebenfalls die Liste 2, natürlich aber mit anderen Namen als im Wahlkreis Willisau.

In den letzten Monaten habe ich immer wieder den Vorwurf gehört, die CVP betreibe eine Wischiwaschi – Politik. Dies vor allem aus den Polparteien. Die Neue Luzerner Zeitung bezeichnet die CVP als defensive Partei. Es wird moniert, es fehle ein klares Parteiprogramm. Was ist da dran? Höchste Zeit einmal Klartext zu reden.

Wo steht die Schweiz?Sackstark

Uns Schweizerinnen und Schweizern geht es gut. Wir haben einen grossen Wohlstand, eine hohe Arbeitssicherheit, bestens funktionierende Sozialwerke und nicht zuletzt eine hohe Lebenszufriedenheit. Als Ursache für diese Umstände sind verschiedene Faktoren aufzulisten. Grundsätzlich wegbereitend ist aber immer die Politik, welche den Nährboden für Entwicklungen legt oder verhindert. Die Politik der Schweiz wurde in den letzten Jahrzehnten durch die Mitteparteien CVP und FDP geprägt, welche gemeinsam immer Mehrheiten in den Räten inne hatten. Man darf also getrost sagen, dass die heutige Schweiz auf dem Rücken der Mitte gewachsen ist.

In den letzten Jahren hat sich der politische Umgang verschärft. Insbesondere die beiden S-Parteien links und rechts torpedieren unser gut funktionierendes Staatssystem immer wieder mit unsinnigen Initiativen, welche oft reine Angstbewirtschaftung sind und uns kein Stück weiterbringen.

Welche Rolle haben die Medien?

Die Medien, besonders die Printmedien, stehen unter grossem Druck. Immer weniger Einnahmen haben zu einer massiven Ausdünnung geführt. Der grosse Existenzdruck führt auch dazu, dass Inhalte im Vergleich zu Auflagen und Einschaltquoten an Wichtigkeit verlieren. In diesem Zusammenhang ist es viel einfacher über radikale Positionen und Aussagen zu berichten, als über die komplizierten Vorgänge in der politischen Mitte. Zudem fehlen in immer mehr Medien Journalisten mit breitem politischen Wissen.

Was macht die CVP?

Mit hervorragenden Leuten macht die CVP die Knochenarbeit, auf welchem das Erfolgssystem Schweiz beruht. In zähen Verhandlungen werden die Kompromisse errungen, welche uns weiterbringen und nicht blockieren. Dazu arbeiten unglaublich viele Personen privat und beruflich mit. Die CVP hat zum Beispiel:

  • 39 Regierungsräte in 20 Kantonen
  • 39 von 120 Kantonsratssitze im Kanton Luzern
  • annähernd 50% aller Gemeinderatssitze im Kanton Luzern

Auf dieser Ebene wird die Politik gemacht, welche uns direkt betrifft. Leider werden viel zu oft Kantonspolitiker aufgrund nationaler Parteizugehörigkeit gewählt und nicht, weil sie sich hier vor Ort einsetzen. Hier gilt es genau hinzusehen.

Übrigens, wer genauer über das Parteiprogramm der CVP Luzern informiert sein will, findet dieses hier: http://www.cvpluzern.ch

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Rontaler vom 18. Dezember 2014

Nachdem an der Sondersession vom November das Sparpaket Leistungen und Strukturen 2 zu grossen Diskussionen führte, stand im Dezember der Aufgaben- und Finanzplan (AFP 2015-2018) sowie der Voranschlag 2015 im Zentrum der politischen Auseinandersetzung. Insgesamt wurden durch Parteien und Einzelpersonen über 47 Bemerkungen zum AFP eingegeben.

Von medialem Interesse waren die Streichung des Religionsunterrichtes an Gymnasien, die Kürzung im Bereich der sozialen Einrichtungen und der Kultur sowie die Einsparungen im Bereich des öffentlichen Verkehrs.

Neben kantonalen Themen gab es Vorstösse, welche direkten Einfluss auf das Rontal haben:

Gymnasium St. Klemens erhält weniger Geld

Das Gymnasium St. Klemens hat seit acht Jahren eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Luzern zur Führung eines Kurzzeitgymnasiums. Die Schule erhält dazu Pro-Kopf-Beiträge von CHF 19‘000.- im Jahr. Die Regierung hat entschieden, diese Beiträge um 2‘700.- zu kürzen. Dies obwohl die Ausbildung an den kantonalen Schulen im Schnitt 26‘000.- kostet. Ein Antrag von Patrick Meier und Daniel Gasser die Beiträge nicht zu verändern, wurde im Kantonsrat mit 50:54 Stimmen verworfen.

Öffentlicher Verkehr auch von Sparmassnahmen betroffen

Während sich die rechtsbürgerlichen Parteien für einen Abbau des Fahrplantaktes einsetzten, wiesen die linken Parteien auf den Wert des öffentlichen Verkehrs hin. Leider sahen vor allem Vertreter der ländlichen Gebiete die Belastung von Stadt und Agglomeration durch den täglichen Verkehr nicht. Die Budgetkürzungen kamen mit 50:56 Stimmen durch.

Die grossen Themen waren wie beschrieben der Religionsunterricht, die sozialen Institutionen und der öffentliche Verkehr. Während der Religionsunterricht an Gymnasien weiterhin stattfinden soll, wurden die Kürzungen im Bereich der sozialen Institutionen von 5% im AFP mit grosser Mehrheit angenommen. Im Übergangsjahr 2015 müssen die sozialen Institutionen vorerst mit einer Kürzung von 2,5% budgetieren.

Der Voranschlag 2015 wurde in der Folge als Ganzes mit 91:24 verabschiedet.

Persönliche Meinung

Eine Mehrheit – insbesondere ländliche Vertreter – haben die Kürzungen im ÖV-Bereich gestützt. Dabei wurden die Bedürfnisse der Stadt und Agglomeration leider übergangen. Das Rontal hat bereits heute mehr Verkehr pro Tag als der Gotthardtunnel. Mit der Eröffnung der Mall of Switzerland im Sommer 2017 wird sich dieser Verkehr noch einmal massiv vermehren. Unser Strassenraum ist gebaut und lässt kaum noch Spielraum für Erweiterungen. Aus diesem Grund muss das ÖV-Angebot zwingend ausgebaut werden. Wenn ich sehe, was bereits ein kleiner Unfall in der Agglomeration heute in Stosszeiten an Chaos auslöst, müssen wir den Mehrverkehr ab 2017 bereits heute planen und steuern. Ebikon arbeitet deshalb an verschiedenen Massnahmen, welche diesen Veränderungen Rechnung tragen. Nicht zuletzt muss dabei die Mobilität unserer wichtigsten Arbeitgeber, den KMU, gewährleistet bleiben.

Mit den Kürzungen an „unserem“ Rontaler Kurzzeitgymnasium St. Klemens ist es gut möglich, dass die Stiftung die Elternbeiträge anheben muss. Dies wird dazu führen, dass vermehrt Schülerinnen und Schüler wieder die kantonalen Gymnasien besuchen. Das verursacht neben mehr Verkehr auch höhere Kosten für den Kanton: Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Kosten bei den kantonalen Gymnasien liegen bei CHF 26‘000.-, das St. Klemens bildet mit CHF 19‘000.- aus.
Die vordergründige Sparmassnahme ist unverständlich, da das Gymnasium hervorragend privatwirtschaftlich geführt ist. Die Lehrpersonen arbeiten freiwillig eine Lektion pro Woche mehr, damit die Schulgelder familienverträglich bleiben. Das St. Klemens bietet so dem Steuerzahler die günstigste Ausbildung an Kurzzeitgymnasien kantonsweit.

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