Samichlaus – Ebikon

Gestern konnte der traditionelle Auszug der Samichlausgesellschaft Ebikon wieder in gewohnter Form stattfinden. Hunderte von Gäste haben diesen wunderbaren Anlass begleitet.

Pünktlich um 17 Uhr gehen die grossen Flügeltüren der Pfarrkirche St. Maria auf, festliche Musik ertönt, die Fanfaren schmettern über den Platz und der Samichlaus mit seiner Entourage betritt die breite Treppe. Bereits zuvor sind die Trychler und Chlöpfer, Iffelen, Tambouren, Fanfaren, Ruprechte, Diener und Schmutzlis zusammen mit den beiden Eseln Miro und Balu über die Dorfstrasse zur Kirche gezogen.

Der Samichlaus bei seiner Ansprache.

Im Anschluss zieht der Umzug über die Dorf- und Schulhaussstrasse gesäumt von hunderten begeisterter Kinderaugen zum Wydenhofschulhaus. Ein kollektiver Aufschrei begleitet das Losstürmen der Schmutzlis.

Auf dem Pausenplatz Wydenhof empfängt der Samichlaus die Kinder und Eltern persönlich.

Herzlichen Dank allen Beteiligten für das Organisieren und den Erhalt dieses wunderbaren Kulturgutes.

In den nächsten Tagen werden die Trychler und Chlöpfer intensiv in Ebikon unterwegs sein. Der Samichlaus ist am 3./4. und 6. Dezember unterwegs und besucht die Familien.

Release Project X

Nach gut 2 Jahren und hunderten von Stunden Arbeit ist seit heute Morgen das Project X online. Herzlichen Dank allen Mitwirkenden.

Unter diesen Links kann man in die Welt von Project X eintauchen:

www.gad-music.ch

Youtube

Spotify

Apple Music


Zuteilung von Flüchtlingen an die Gemeinden

Die Zuteilung von Flüchtlingen durch den Kanton stellt viele Gemeinden vor grosse Herausforderungen. In kleinen Gemeinden ist zum Teil absolut kein Wohnraum vorhanden, in anderen, wie zum Beispiel Ebikon, konnte dieser nicht in der notwendigen Frist bereitgestellt werden. Ich habe mich deshalb per dringlicher Anfrage beim Kanton erkundigt, wie mit den daraus resultierenden Bonus- und Maluszahlungen umgegangen wird.

Mit den Antworten der Regierung war ich nur teilweise zufrieden und habe deshalb die Diskussion im Kantonsrat verlangt. Hier mein Votum vom Dienstag 13.09.2022:

Zeitgeist

Editorial im Rontaler vom 10. Juni 2022

Liebe Bürgerinnen und Bürger

Wir befinden uns im Sädelwald. Es ist ein Abend im Frühling, die Temperaturen sind angenehm warm und die Vögel zwitschern. Doch es riecht nicht nach Tannennadeln und Laub, sondern nach Müll. An der Grillstellle beim Waldrand türmt sich Abfall, teilweise kniehoch. Bierflaschen, Becher, Pizzakartons und sogar dreckige Kleider liegen am Boden auf den Tischen und Bänken. Geschätzte Äbikerinnen und Äbiker, solche Situationen sind leider keine Seltenheit.

Karsamstag, Grillstelle Sedelwald

Es gibt weitere Abfall-Hotspots auf unserem Gemeindegebiet, so zum Beispiel die Grillstelle der Zunft auf dem Hundsrücken oder der Platz bei der «Bärenhöhle» entlang des Rotseeweges. Hier wurden sogar bereits zwei Mal die Sitzbänke verfeuert.

Unser Werkdienst fährt dreimal pro Woche alle bekannten Orte ab und räumt auf. Herzlichen Dank dafür an dieser Stelle.

Leider ist dieses sogenannte Littering ein Zeichen unserer Zeit. Die Gemeinde kontrolliert die Abfälle auf mögliche Daten der Verursacher und bereits mehrmals wurden dadurch Täterinnen und Täter gebüsst. So auch im eingangs erwähnten Fall aufgrund eines Hinweises.

Falls sie also Zeuge eines Vorfalles werden, sind wir froh um Rückmeldungen. Als Gesellschaft haben wir ein gemeinsames Recht auf den öffentlichen Raum. Dazu gehört ganz einfach, dass man einen Platz so verlässt, wie man ihn antrifft.

Ich wünsche Ihnen gemütliche Stunden draussen, zum Beispiel an unserer neuen Grillstelle beim Rütihof.

Zum Medienpaket

Leserbrief in der Luzerner Zeitung vom 03.02.2022

Gerne erinnere ich mich an die Zeit als es in Luzern das Vaterland, die LNN und das Tagblatt gab. Diese drei Tageszeitungen beleuchteten ein Thema jeweils aus verschiedenen Standpunkten und Perspektiven.

Auch im Rontal existierten bis vor einigen Jahren mit Rigi Anzeiger und Rontaler zwei Wochenzeitungen, welche mit journalistischem Handwerk regional berichteten.

Tempi Passati. Heute gibt es noch eine Tages- und eine Wochenzeitung in unserer Region. Die Gründe dafür sind klar. Immer mehr Werbegelder fliessen in neue Kanäle, zuvorderst die digitalen Medien.

Mit dem Medienpaket will der Bund die Vielfalt der Berichterstattung stützen und erhalten. Störend daran ist, dass auch grosse, finanziell gut aufgestellte Medienhäuser davon profitieren.

Kritiker monieren den staatlichen Einfluss auf die unabhängige Berichterstattung. Nur, was ist unabhängig? In den letzten Jahren haben vermehrt Private grosse Zeitungen übernommen und ihren persönlichen Stempel aufgedrückt.

Wenn ich nun also die Wahl habe zwischen einem Produkt, welches mit staatlichen Geldern und klaren Leitplanken versehen ist und einem privat finanzierten Medium, welches oft die Interessen des Geldgebers portiert, ist für mich die Wahl klar.

Sagen wir ja zu einer zeitlich begrenzten Medienunterstützung, von welcher kleinere Schweizer Unternehmen proportional stärker profitieren und die Schweizer Medien grundsätzlich gegenüber der ausländischen Konkurrenz gestärkt werden.

Die Kunden des Staates

Editorial im Rontaler vom 06.01.2022

Liebe Äbikerinnen und Äbiker

Über die Feiertage hatte ich ein interessantes Gespräch. In gemütlicher Runde habe ich erzählt, dass wir auf der Verwaltung sehr hohen Wert auf Kundenorientierung und Dienstleistung legen.

Darauf wurde mir erwidert, dass die Bürgerinnen und Bürger eines Staates keine Kunden seien. Schliesslich sei der Staat ja kein Selbstbedienungsladen, wo man sich abholen kann, was man gerade braucht. Nein das Staatswesen sei ein System, welches nur funktioniert, wenn sich auch jeder und jede als aktiven Teil davon sieht. Wie dies bereits John F. Kennedy in seiner Antrittsrede gesagt hat:

Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“

Nun, da musste ich meinem Gegenüber natürlich Recht geben. (Übrigens das «jemanden-Recht-geben» ist in Pandemiezeiten ein stark schwindendes Phänomen).

Im weiteren Gespräch haben wir festgestellt, dass wir begrenzt vom Gleichen reden. Meinerseits meinte ich die Äbikerinnen und Äbiker, welche mit einem Anliegen auf die Verwaltung kommen. Hier gilt für uns ein grosses Dienstleistungsprinzip. Also Dienen und Leisten.

Im anderen Fall geht es darum, sich als Teil unseres Staates zu verstehen und nicht als Nutzniesser. Auf dieser Systematik funktioniert das Schweizer Staatswesen.

Für mich sind diese Werte zentral und ich werde mich auch im 2022 danach ausrichten.

Ich wünsche Ihnen allen ein gutes neues Jahr.

Daniel Gasser
Gemeindepräsident

Project X

Seit bald 40 Jahren schreibe ich Arrangements für verschiedene Formationen. Dabei sind einige Perlen entstanden, welche bisher noch nie gespielt wurden. Nun wird es Zeit diese zu veröffentlichen.

Fast zwanzig Arrangements habe ich in den letzten Jahren einfach aus Spass geschrieben. Oft stammen diese aus dem Progressiv-Rock und haben spezielle Takt- und Tonarten.
Eigentlich wollte ich diese Stücke zu meinem 50igsten Geburtstag aufnehmen, bin aber einfach nie dazu gekommen. Mit der Pandemie waren plötzlich ganz viele Abende frei und diese Zeit habe ich aktiv genutzt. Wie bereits bei Threestyle oder den Konzerten mit Stephan Eicher darf ich einmal mehr mit tollen Musikerinnen und Musikern arbeiten.

Die ausgefallene Fasnacht hat im Februar 2021 das ideale Zeitgefäss gegeben Schlagzeug, Perkussion (Iwan Jenny) und E-Bass (Michel Gsell) einzuspielen. Die Wahl fiel dabei auf die Soundfarm mit Steffen Peters als Tonmeister.
Der zweite Akt ist Ende August über die Bühne gegangen. Während fünf Halbtagen haben wir sämtliche Bläserstimmen aufgenommen.

Trompeten: Patrick Ottiger, Adrian Derungs, Joëlle Zemp
Posaunen: Patrick Brügger, Manuel Zemp
Waldhorn: Kilian Jenny
Tuba: Jonas Inglin

In den kommenden Wochen wird editiert und gemixt. Hier schon mal einige Impressionen aus dem Studio (natürlich noch im Roughmix):

Planungsbericht zur Spange Nord

B67: Planungsbericht über das weitere Vorgehen beim Projekt Spange Nord und Massnahmen für den öffentlichen Verkehr in der Stadt Luzern

Die Session des Kantonsrates vom 21./22. Juni hatte wieder einmal sehr spannende Themen. Für mich als Vertreter der Verkehrs- und Baukommission war vor allem ein Thema interessant. Mit dem Planungsbericht B67 wird die Spange Nord definitiv beerdigt. Das weitere Vorgehen soll mit der künftigen Mobilitätsstrategie Zukunft Mobilität Luzern (ZuMoLu) abgestimmt werden.
Der Rück- und Ausblick in diesem Thema führte zu emotionalen Voten und zeigte einmal mehr die unterschiedlichen Ansätze für die Zukunft.
Hier eine Zusammenfassung aus meinem Fraktionsvotum namens der CVP.

Durchgangsbahnhof – Auswirkungen auf Ebikon

Der Durchgangsbahnhof (DBL) war einmal mehr Thema im Kantonsrat. Mit der Veröffentlichung der Testplanung der Stadt Luzern zum Bahnhof Luzern geht die politische Diskussion in eine nächste Phase.

Am 1. Februar hat die Stadt Luzern ihre Testplanung zum Bahnhof und dessen Umfeld veröffentlicht. Als Äbiker interessiert natürlich vor allem, was für Auswirkungen der neue Bahnhof und dessen Bau auf unsere Gemeinde haben wird.
Es ist relativ klar, dass die grossen Bauinstallationsplätze kaum in der Stadt realisiert werden und der Aushub nicht über die Seebrücke abtransportiert werden kann. Es kommt also in den nächsten Jahren einiges auf uns zu.

Als Zentrumsgemeinde des Rontals wollen wir uns frühzeitig in diese Diskussion einbringen und unsere Bedürfnisse deponieren. Dazu gehört in erster Priorität der Ausbau des Bahnperrons auf 400 Meter, damit in Zukunft auch Doppelzugkompositionen im Viertelstundentakt halten können.
Zudem wird die Abstellanlage Dierikon zusätzliche Fahrten und damit Immissionen generieren.
Ein weiteres Anliegen ist die Prüfung der Verlängerung des Tunnelportals im Tagbau. Damit könnte nebst Reduktion des Fahrlärms die Möglichkeit eines unkomplizierten Überganges ins Risch geschaffen werden.

Über Billettsteuern und Busspuren auf der Seebrücke

Die Dezembersession im Kantonsrat war einmal mehr dicht gefüllt. Ich greife hier zwei Themen auf, welche die Gemeinde Ebikon direkt oder indirekt betreffen.

M 115       Abschaffung der Billettsteuer

FDP Kantonsrat Damian Hunkeler hat eine Motion zur Abschaffung der sogenannten Billettsteuer eingereicht. Der Regierungsrat hat in seiner Antwort eine Umwandlung in ein Postulat (Prüfauftrag) vorgeschlagen. In der Schlussabstimmung wurden sowohl Motion wie auch Postulat mit parteiübergreifender Mehrheit von rechts bis links abgelehnt. Zu wichtig sind diese Gelder in den betroffenen Gemeinden sowohl für Sport, Kultur aber vor allem auch zum Ausgleich von Zentrumslasten. Hier mein persönliches Votum:

P 242       Mehr Platz für umweltschonenden Verkehr zwischen Bahnhofplatz und
Luzernerhof

Im Postulat der grünen Kantonsrätin Monique Frey wird verlangt, dass zwei Fahrspuren auf der Seebrücke für Bus und Velo reserviert werden. Dies hat natürlich einen grossen Einfluss auf einen flüssigen Verkehr. Mit der Volksabstimmung und dem Nein zur Spange Nord in der Stadt Luzern hat sich die grundsätzliche Ausgangslage verändert. Bevor unkoordinierte Massnahmen umgesetzt werden, braucht es einen Marschhalt und eine neue Auslegeordnung. Die Gemeinde Ebikon unterstützt keinerlei Massnahmen, welche zu spürbaren Verschlechterungen in Ebikon führen. Diesbezüglich haben wir bereits beim Regierungsrat deponiert, dass wir keine weiteren Einschränkungen auf Gemeindegebiet unterstützen solange die Auswirkungen nicht klar sind.

Das folgende Votum habe ich als Fraktionssprecher der CVP gehalten, entspricht aber auch meiner persönlichen Haltung: