{"id":970,"date":"2014-01-07T09:12:31","date_gmt":"2014-01-07T09:12:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gasserdaniel.ch\/?p=970"},"modified":"2014-01-08T09:04:34","modified_gmt":"2014-01-08T09:04:34","slug":"abstimmungswochenende-vom-9-februar-2014","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.gasserdaniel.ch\/?p=970","title":{"rendered":"Abstimmungswochenende vom 9. Februar 2014"},"content":{"rendered":"<h1>Die Masseneinwanderungsinitiative der SVP ist in aller Munde und bekommt eine mediale Plattform, welche unw\u00fcrdig ist, da\u00a0die Initiative\u00a0lediglich den n\u00e4chsten Wahlkampf vorbereitet und nicht eine\u00a0taugliche L\u00f6sung f\u00fcr ein Problem bietet.<br \/>\nIm Schatten dieser Diskussionen wird die Abstimmung zur Finanzierung der Bahninfrastruktur verdr\u00e4ngt, obwohl gerade diese\u00a0Entscheidung\u00a0f\u00fcr uns Bewohner der Agglomeration Luzern extrem wichtig ist.<\/h1>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.vimentis.ch\/abstimmungen\" target=\"_blank\">Finanzierung und Ausbau der Eisenbahninfrastruktur FABI<\/a><\/h2>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.vimentis.ch\/abstimmungen\" target=\"_blank\"> &#8211; Direkter Gegenvorschlag<\/a><\/h3>\n<p>Dazu vorerst einige Zahlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der <a href=\"http:\/\/www.metropolitanraum-zuerich.ch\/fileadmin\/user_upload\/downloads\/MKZ_Fachber_Immigr_Einzels_040613_final_small.pdf\" target=\"_blank\">Metropolitanraum Z\u00fcrich<\/a>, zu dem auch die Zentralschweiz geh\u00f6rt, rechnet mit einem Bev\u00f6lkerungswachstum bis 2030 zwischen 200&#8217;000 und 1&#8217;000&#8217;000 Personen. Wahrscheinliches Szenario wird bei 600&#8217;000 Personen liegen.<\/li>\n<li>Das Amt f\u00fcr Statistik des Kantons Luzern <a href=\"http:\/\/www.lustat.ch\/\" target=\"_blank\">Lustat<\/a> rechnet in diesem Zeitraum mit einem Wachstum von 60&#8217;000 Personen im Kanton Luzern. Davon 40&#8217;000 in Stadt und Agglomeration.<\/li>\n<li>Im gleichen Zeitraum bis 2030\u00a0rechnet man im <a href=\"http:\/\/www.aggloprogramm.lu.ch\/\" target=\"_blank\">Agglomerationsprogramm Luzern<\/a>\u00a0mit einer Erh\u00f6hung des Verkehrsaufkommens\u00a0von 40%.<br \/>\nDies sowohl im MIV (Motorisierter Individualverkehr), im \u00d6V (\u00d6ffentlicher Verkehr) und im Langsamverkehr (Fahrr\u00e4der, Fussg\u00e4nger etc.)<\/li>\n<\/ul>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"irc_mi\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.aggloprogramm.lu.ch\/strategie_2030_650.png\" width=\"650\" height=\"421\" \/>Losgel\u00f6st von der Einwanderungsinitiative wird die Schweizer Bev\u00f6lkerung weiter wachsen, da die wirtschaftliche Entwicklung und damit unser Wohlstand auf diesem Wachstum basieren.<\/h2>\n<p>Wenn\u00a0ich nun\u00a0das aktuelle Verkehrsaufkommen im MIV und \u00d6V in unserer Region mit diesen Zahlen zu verkn\u00fcpfe, komme ich zu folgenden Resultaten:<\/p>\n<ol>\n<li>Ein\u00a0grosser Ausbau des Strassennetzes ist nur bedingt m\u00f6glich ohne Kultur-, Bauland und Naherholungsr\u00e4ume zu tangieren.<\/li>\n<li>Der Ausbau der Bahnlinie Luzern &#8211;\u00a0Z\u00fcrich (Viertelstundentakt) ist extrem wichtig, um dem Verkehrsaufkommen einigermassen Herr zu werden.<\/li>\n<li>Der Ausbau der Linie am Rotsee oder der Tiefbahnhof Luzern sind die einzigen L\u00f6sungen dazu. Wobei der Doppelspurausbau am Rotsee das ganze Naturschutz- und Erholungsgebiet massiv beeintr\u00e4chtigt.<\/li>\n<li>Aus diesem Grund darf es f\u00fcr uns nur eine L\u00f6sung geben, den\u00a0<a href=\"https:\/\/tiefbahnhof-luzern.lu.ch\/\">Tiefbahnhof Luzern<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"https:\/\/tiefbahnhof-luzern.lu.ch\/-\/media\/Tiefbahnhof_Luzern\/Bilder\/nach_einbau_der_bahntechnik.jpg\" src=\"https:\/\/tiefbahnhof-luzern.lu.ch\/-\/media\/Tiefbahnhof_Luzern\/Bilder\/nach_einbau_der_bahntechnik.jpg\" \/><\/p>\n<p>Eigentlich w\u00e4re es ideal, wenn 80% der Schweizerinnen und Schweizer\u00a0in urbanen R\u00e4umen leben w\u00fcrde und 20% auf dem Land. Leider ist dies \u00fcberhaupt nicht so. Einer der Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr sind die Wohnkosten in st\u00e4dtischen Gebieten, welche in den letzten Jahren explodiert sind. Die Folge davon, man zieht aufs Land und generiert einen gr\u00f6sseren Arbeitsverkehr.<\/p>\n<h1>Zus\u00e4tzlich zum Tiefbahnhof braucht es also flankierende Massnahmen, wir m\u00fcssen die Arbeits-, Siedlungs- und Verkehrspolitik koordinieren:<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>attraktive Arbeitspl\u00e4tze in der Region mit kurzen Arbeitswegen<\/li>\n<li>bezahlbarer\u00a0Wohnraum in Stadt und Agglomeration<\/li>\n<li>Innovative Arbeitsmodelle wie Heimarbeit oder flexible Arbeitszeiten, um die Belastung der Verkehrsinfrastruktur\u00a0zu mindern oder zeitlich zu staffeln<\/li>\n<li>verdichtetes Bauen an Verkehrsknotenpunkten<\/li>\n<li>gezieltes Ausbauen des Agglomerationsverkehrs MIV &amp; \u00d6V<\/li>\n<\/ul>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich haben alle diese Massnahmen einen Schweif an Auswirkungen und Bedingungen. Ich bin aber \u00fcberzeugt, dass diese Aufgaben f\u00fcr uns wichtiger sind als polemische Wahlkampfthemen und stimme deshalb \u00fcberzeugt ja zur FABI Vorlage.\u00a0Nur mit einer Zustimmung zu dieser Vorlage k\u00f6nnen wir den Verkehr einigermassen in den Griff bekommen.<br \/>\nDen MIV und \u00d6V in dieser Frage gegeneinander auszuspielen, ist unsinnig. Es gilt die Verkehrsproblematik als das zu sehen, was sie als Ganzes ist.<\/p>\n<h2>Eine unglaublich grosse\u00a0Herausforderung f\u00fcr die Zukunft.<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Masseneinwanderungsinitiative der SVP ist in aller Munde und bekommt eine mediale Plattform, welche unw\u00fcrdig ist, da\u00a0die Initiative\u00a0lediglich den n\u00e4chsten Wahlkampf vorbereitet und nicht eine\u00a0taugliche L\u00f6sung f\u00fcr ein Problem bietet. 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