{"id":1178,"date":"2015-12-01T10:55:59","date_gmt":"2015-12-01T10:55:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gasserdaniel.ch\/?p=1178"},"modified":"2015-12-01T10:58:20","modified_gmt":"2015-12-01T10:58:20","slug":"neujahrsklaenge","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.gasserdaniel.ch\/?p=1178","title":{"rendered":"Neujahrskl\u00e4nge"},"content":{"rendered":"<h3><a href=\"http:\/\/issuu.com\/rigianzeiger\/docs\/2015_11_27?e=6140340\/31599685\">Rigianzeiger vom 27.11.2015<\/a><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gasserdaniel.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Ebikon_Herbst_2013_0011kl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1151\" src=\"http:\/\/www.gasserdaniel.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Ebikon_Herbst_2013_0011kl-150x150.jpg\" alt=\"Ebikon_Herbst_2013_0011kl\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Mitten in Ebikon auf dem Ende des Molasseh\u00fcgels tront die katholische \u00a0Pfarrkirche St. Maria. Vom f\u00fcnfunddreissig Meter hohen Glockenturm schallen die f\u00fcnf Glocken jeden Tag weit \u00fcber das Rontal und verk\u00fcnden neben Uhrzeit auch heute noch Freud und Leid.<\/p>\n<p>Mein Vater war w\u00e4hrend siebzehn Jahren Sakristan in dieser Kirche. Dies hat unser Familienleben mitgepr\u00e4gt. Zu dieser Zeit geh\u00f6rten nebst den Aufgaben in der Pfarrkirche auch das H\u00f6flizentrum und der Wald der Kirchgemeinde in das Pflichtenheft des Sakristans. Dies f\u00fchrte dazu, dass wir vier S\u00f6hne rege in den Betrieb eingebunden waren, zum Beispiel beim Schneer\u00e4umen, Rasenm\u00e4hen, im Wald oder bei weiteren Arbeiten. Selbstverst\u00e4ndlich war dies auch die Chance unser Sackgeld aufzubessern.<\/p>\n<p>Eine meiner sch\u00f6nsten Erinnerungen war jeweils die Aufgabe an Silvester das alte Jahr aus- und das neue Jahr einzul\u00e4uten. Da unsere Eltern sich traditionell an diesem Abend mit zwei weiteren Familien zum Jassen trafen, durften wir S\u00f6hne ab einem gewissen Alter die Glocken selbst\u00e4ndig bedienen. Dabei galt es genaue Regeln einzuhalten. Zuerst wurde eine Viertelstunde vor Mitternacht w\u00e4hrend zehn Minuten mit der gr\u00f6ssten Glocke das alte Jahr ausgel\u00e4utet, mit dem zw\u00f6lften Stundenschlag dann zuerst die kleinste Glocke gestartet und sobald sie ert\u00f6nte die n\u00e4chste zugeschaltet, bis alle f\u00fcnf Glocken im Einklang w\u00e4hrend wieder zehn Minuten das neue Jahr verk\u00fcndeten. Anschliessend wurden alle Glocken in selber Reihenfolge wieder ausgeschaltet, bis nur noch die grosse Glocke einsam ausschwang. Unser Vater stand jeweils bei offenem Fenster zu Hause und h\u00f6rte genau hin, ob alles auch richtig vonstatten ging.<\/p>\n<p>Wir empfanden dies immer als sehr ehrenvolle Aufgabe, da sich die Silvesterfeiern zu dieser Zeit noch viel mehr am Kirchturm als an Digitaluhren oder am Radio orientierten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\"><strong>Kirchenglocken der Pfarrkirche Santa Maria<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">Die \u00e4lteste Glocke, die Es\u00adGlocke, ist 1400 kg schwer und wurde 1903 bei R\u00fcetschi in Aarau gegossen. Im Jahre 1955 wurden vier neue Glocken im Gesamtgewicht von 6750 kg erworben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">&#8211;\u00a0die Dreifaltigkeitsglocke, Ton \u201eB\u201c, Gewicht 3350 kg<\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">&#8211;\u00a0die Bet-Glocke, Ton \u201eDes\u201c, Gewicht 2100 kg<\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">&#8211;\u00a0die Sebastiansglocke, Ton \u201eGes\u201c, Gewicht 900 kg<\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">&#8211;\u00a0die Schutzengel-Glocke, Ton \u201eB\u201c, 400 kg.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">Das neue Gel\u00e4ute verdankt sein Entstehen der Initiative von Theo Portmann und den Spenden vieler G\u00f6nner. Die Weihe der Glocken fand Sonntag, den 15. Mai 1955 statt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">(Quelle: Ortsbuch Ebikon 1984)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rigianzeiger vom 27.11.2015 Mitten in Ebikon auf dem Ende des Molasseh\u00fcgels tront die katholische \u00a0Pfarrkirche St. Maria. 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